Chile

Chile – das Land der Extreme: die Nord-Süd-Ausdehnung von über 4’000 km sorgt für unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen. Im Norden von Chile befindet sich die Atacama-Wüste, eines der trockensten Gebiete der Welt, in Chiles Mitte liegt das fruchtbare «Valle Central», wo schwere Weine und exotische Früchte angebaut werden, in der Seenregion und an der Carretera Austral dominieren Regenwälder sowie aktive Vulkane das Landschaftsbild und im tiefen Süden faszinieren die Berg- und Gletscherlandschaften die Besucher. Für Exotik sorgt die mystische Osterinsel, die ca. 3’800 km von der Küste entfernt in der Südsee liegt. In Chile gibt es sowohl für Abenteurer wie auch für Komforttouristen die passenden Unterkünfte und Aktivitäten.

Flagge

Die Flagge Chiles wurde als Nationalflagge am 18. Oktober 1817 eingeführt. Das Blau soll den Himmel symbolisieren, das Weiss den Schnee der Anden, das rot die Tapferkeit der Chilenen während des Unabhängigkeitskampfes, und der Stern steht für Ehre und Fortschritt.

Chile

Unterkunft

Geschichte

Im Jahr 1520 entdeckte der Portugiese Ferdinand Magellan während seines Versuches, die Erde zu umsegeln, die nach ihm benannte Magellanstrasse, die an der heutigen Südspitze Chiles liegt.

Fläche

Chile ist ein Land mit einer Fläche von 755'696 km², das sich auf dem südamerikanischen Kontinent über 4'275 Kilometer in Nord-Süd-Richtung entlang der Anden und des Pazifischen Ozeans erstreckt (zählt man den antarktischen Teil hinzu, circa 8'000 Kilometer), aber durchschnittlich nur circa 180 Kilometer breit ist. Die engste Stelle beträgt im kontinentalen Chile (ohne Antarktis) 90 Kilo­meter, die breiteste Stelle etwa 440 Kilometer. Aufgrund der langen Nord-Süd-Ausdehnung über mehr als 39 Breitengrade, aber auch der beträchtlichen Höhenunterschiede in West-Ost-Richtung weist Chile eine grosse Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen auf.

Politik

Chile ist eine Präsidialrepublik. Die Verfassung, die die Militärregierung erarbeitete, stammt aus dem Jahre 1980 und wurde in einer unter grossem Druck stattgefundenen und nicht demokratischen Kriterien entsprechenden Volksabstimmung mit 67 % angenommen. 1989 wurden in einer unter ähnlichen Bedingungen stattgefundenen Volksabstimmung einige änderungen angenommen. Am 16. August 2005 änderte das chilenische Parlament nochmals die Verfassung in wichtigen Punkten, die durch Pinochet hinzugefügt worden waren. Michelle Bachelet ist seit 2014 die amtierende Staatspräsidentin Chiles.

Bevölkerung

Die Mehrheit der Chilenen (87%) lebt in der Stadt. Die Bevölkerung bietet ein fast einheitliches Bild. Die Mestizen vermischten sich mit den Einwanderern: Deutschen, Schweizern, Franzosen, Italienern, Englängern, Serben und Kroaten.

Religion & Glaube

Von allen Bewohnern Chiles ab 15 Jahren sind 70 % römisch-katholischen Glaubens, weitere 15% sind evangelisch. Ein Anteil von 4,4% sind Teil einer anderen Religion oder Glaubens, z.B. Juden oder Zeugen Jehovas. Der Rest von 8,3% ist ohne Glauben.

Fauna & Flora

Aufgrund der riesigen Ausdehnung von über 4'000 Kilometern Länge gibt es in Chile sehr viele Vegetationszonen. Im Bereich der Atacamawüste wächst wenig. Bewuchs gibt es nur in Küstennähe oder im Bereich der Anden. Hier wachsen sehr viele verschiedene Kakteenarten, Sukkulenten und Zwergsträucher. Allerdings kommt es alle paar Jahre zu Regenfällen in der Wüste, sodass grosse Wüstenflächen für wenige Tage von Millionen von Blumen überzogen sind. Südlich der Wüste folgt die Steppe mit trockenem Grasland und in den Anden wächst die steinharte Yareta, auch «Andenpolster» genannt. In den trockenen Gebieten wächst der «Boldo-Strauch» (Peumus boldus). An den Küstengebirgen und in den Anden gibt es Nebelwälder («hydrophile Wälder»), wo zum Beispiel ein Baumfarn (span. «Helecho arborescente») wächst. Die Weinanbaugebiete beginnen im Bereich des Flusses Río Elquí, ausserhalb des Flusstals gibt es dagegen nur Dornensträucher und Kakteen.

Industrie & Wirtschaft

Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen in US-Dollar ist Chile das reichste Land Lateinamerikas. Chile ist das exportstärkste Land Südamerikas. Exportiert werden vor allem Rohstoffe, in erster Linie Kupfer und landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Wein, Holz und Fischereiprodukte. Das Land verfügt über die grössten bekannten Kupfervorkommen der Welt (ca. 40%) und ist der weltgrösste Kupferexporteur.

Devisen

Die Währung Chiles ist der chilenische Peso, 1 US-Dollar = ca. 600 CLP (Stand Januar 2018). Kreditkarten sind weit verbreitet und werden fast überall akzeptiert. Auch der Bargeldbezug mit Maestro ist an vielen Bankautomaten möglich.

Impfungen

Chile gehört nicht zu den Risikoländern Südamerikas. Deshalb besteht auch keine Impfpflicht.

Reisepass und Visum

Schweizer Staatsbürger benötigen für die Einreise in Chile einen noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültigen Reisepass. Ein Visum ist für einen Aufenthalt bis 90 Tage nicht erforderlich.

Reisezeit und Klima

Da Chile auf der Südhalbkugel gelegen ist, sind die Jahreszeiten gegenüber Europa umgekehrt. Wegen seiner Längenausdehnung hat das Land sehr unterschiedliche Klimazonen. Von der Wüstenlandschaft im Norden bis zu den bitterkalten Zonen im Süden nimmt die Temperatur ständig ab. Atacama-Wüste: Es herrschen das ganze Jahr über typische Wüstenbedingungen, mit sengender Sonne tagsüber und nachts empfindlich kühlen Temperaturen. Mittelchile: Es herrscht ein mildes, ausgewogenes Mittelmeerklima. Die beste Reisezeit für Santiago liegt zwischen Oktober und April. Seengebiet bei Puerto Montt : Es herrscht ein ausgeglichenes Klima. Die Temperaturen sind jedoch niedriger als in Mittelchile. Starke Regenfälle sind das ganze Jahr hindurch möglich. Patagonien: Im Winter sind die Gletscher schneebedeckt und die Nächte sind bitterkalt. Im Frühling wehen eisige Winde und im Sommer sind Regenfälle üblich. Die beste Reisezeit für Patagonien ist im Januar und Februar, wenn die Sonne höher am Himmel steht und die Durchschnittstemperatur auf 11°C steigt. Osterinsel: Das ganze Jahr herrscht ein halbtropisches Klima mit teilweise glühenden Sonnentagen. Die besten Reisemonate sind Juli und August.

Sicherheit

Wie überall gilt auch hier: nicht mit teurem Schmuck und Kameras provozieren, keine grossen Geldbeträge mit sich herumtragen und Wertsachen und Dokumente im Hotelsafe deponieren. Sie sollten bei Dunkelheit abgelegene Strassen und Gegenden meiden.

Speis und Trank

Die chilenische Küche ist berühmt für ihre reiche Auswahl an Meeresfrüchten wie der Meeraal, Seeohren (Abalone), Königskrabben (Centolla), Seeigel und Austern. Unter den Fleischsorten wird Rindfleisch am meisten gegessen. Eine typische Speisenfolge besteht aus Lomo-Filet, Empanadas (Teigtaschen, deren Füllung je nach Region verschieden ist), Pollo al Cognac (Huhn in Cognac) und Humitas (in Maisblättern gekochtes Reisgericht) und Porotos Granados (Bohnen-Mais-Eintopf). Chilenische Weine aus der Gegend um Santiago sind weltweit sehr beliebt und der bekannte Aperitiv „Pisco Sour“(Traubenschnaps mit Limonen) ist ein Genuss zum probieren. Zum Abschluss sollte man nicht die Eiscreme und die schmackhaften Erdbeeren, Himbeeren, Papayas, Kirschen und Weintrauben von Santiago verpassen.

Sprache

Die Landessprache Chiles ist Spanisch. In Hotels und Reisebüros der grossen Städten versteht man ausser Spanisch auch Englisch.

Taxis

Sie können jederzeit ein Taxi benutzen, diese sind relativ günstig. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass ein Taxameter vorhanden und dieser auch eingestellt ist.

Zeitzone

Zeitverschiebung in unserem Sommer -6 Stunden und in unserem Winter -4 Stunden

Chile

Norden

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Osterinsel

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Patagonien

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Santiago

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Seenregion / Carretera Austral